Die Mondstände

Neben den Mondphasen spielen auch die Mondstände eine erhebliche Rolle im Mondkalender. Darunter versteht man den Stand des Mondes im jeweiligen Sternzeichen. Obwohl davon am Himmel nichts zu sehen ist, üben die Kräfte der Mondstände einen erheblichen Einfluss aus.
Einige wenige Mondkalender richten sich dabei nach dem Mondstand in den astronomischen Sternbildern. Das Problem dabei: Die Präzession – eine langsame, aber kontinuierliche Lageveränderung der Erdachse, die aus der Wirkung der Gezeitenkräfte resultiert – führt dazu, dass das so genannte tropische Jahr, das sich nach dem Winkel der Erdachse zur Sonne richtet, um rund 20 Minuten kürzer ist als das siderische Jahr, das durch den Umlauf der Erde um die Sonne definiert wird.
Aufgrund dieser Abweichung haben sich die astronomischen Sternbilder im Laufe der letzten zweieinhalb Jahrtausende so weit von den astrologischen Sternzeichen entfernt, dass astronomische Mondkalender heute um zwei bis drei Tage hinter den astrologischen herhinken und keine korrekten Resultate liefern.
Für eine exakte Deutung sind daher nicht die Mondstände in den Sternbildern relevant, sondern einzig und allein die Mondstände in den Sternzeichen. Nur bei diesen fällt auch der Beginn des Zyklus der Tierkreiszeichen – also das Sternzeichen des Widders – genau mit dem Frühlingsanfang am 21. März zusammen. Aus diesem Grund richten sich alle ernst zu nehmenden Mondkalender nach dem Mondstand in den astrologischen Sternzeichen.

Aufsteigender und absteigender Mond

Vom aufsteigendem Mond spricht man, wenn der Erdtrabant seinen tiefsten Stand über dem Horizont – also der Südwende – passiert und von diesem Wendepunkt durch die Sternzeichen Steinbock, Wassermann, Fische, Widder, Stier und Zwillinge Tag für Tag höher steigt, bis er schließlich nach etwa zwei Wochen seinen höchsten Stand – also die Nordwende – erreicht. Der Zeitraum des aufsteigenden Mondes wird allgemein als eine Periode des Wachstums, des Vergrößerns und des Vermehrens betrachtet.
Dementsprechend ist vom absteigenden Mond die Rede, wenn dieser von der Nordwende mit seinem Bogen durch die Tierkreiszeichen Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion und Schütze täglich niedriger steigt, bis er nach rund zwei Wochen wieder an der Südwende ankommt, um den Zyklus von Neuem beginnen zu lassen. Der Zeitraum des absteigenden Mondes gilt gemeinhin als eine Periode der Ernte, des Loslösens und der Verringerung.
Die Tierkreiszeichen Zwillinge und Schütze sind Knotenpunkte an der Nord- beziehungsweise an der Südwende und damit zwischen auf- und absteigender Kraft. Aufgrund dessen stellen sie ein gewisses Übergangsstadium dar und können dadurch auch bestimmte Elemente und Eigenschaften des jeweils anderen Mondstandes mit sich bringen.

Mondstände und Elemente

Da jedes der zwölf Sternzeichen einem der vier Elemente – Feuer, Erde, Luft und Wasser – zugeordnet ist, gibt es je drei Feuer-, Erd-, Luft- und Wasserzeichen. Widder, Löwe und Schütze sind die Zeichen des Feuers. Dementsprechend stehen sie für Wärme, aber auch für Eiweiß und für Früchte: Menschen wird an diesen Tagen nicht so leicht kalt, da der Körper Proteine besonders gut verwertet, und Früchte tragenden Pflanzen sollte besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Die Sternzeichen Zwillinge, Waage und Wassermann stehen mit dem Element Luft in Verbindung, werden aber auch mit Licht, mit Information und mit Intellekt in Verbindung gebracht. Menschen erweisen sich an Tagen, an denen der Mond in einem Luftzeichen steht, als besonders wissbegierig, bei den Pflanzen ist es die Zeit der Blüten und damit der Blumen. Die Tierkreiszeichen Stier, Jungfrau und Steinbock sind dem Element Erde zugeordnet und stehen damit für Kälte und Dunkelheit, aber auch für Ordnung und Sicherheit. Wenn der Mond in einem Erdzeichen steht, so erhöht sich für Menschen die Erkältungsgefahr, bei den Pflanzen sollten unterirdische Gewächse und Wurzelgewächse im Zentrum des Interesses stehen. Die Sternzeichen Krebs, Skorpion und Fische stehen im Zeichen des Elements Wasser und werden mit dem Fluss der Dinge, aber auch mit Emotionen in Verbindung gebracht. Steht der Mond in einem Wasserzeichen, so ist das Gefühlsleben der Menschen besonders intensiv ausgeprägt, bei Pflanzen zeigt sich ein gesteigerter Bedarf, gegossen zu werden.

Mondstände

• Unter dem Mondstand versteht man die Position des Mondes im jeweiligen Sternzeichen.

• Vom aufsteigenden Mond spricht man, wenn der Mond innerhalb von rund zwei Wochen von der Südwende durch die Sternzeichen Steinbock, Wassermann, Fische, Widder, Stier und Zwilling bis zur Nordwende emporsteigt.

• Vom absteigenden Mond ist die Rede, wenn der Mond von der Nordwende innerhalb von etwa zwei Wochen durch die Tierkreiszeichen Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion und Schütze zur Südwende herabsteigt.

• Die Sternzeichen Zwilling und Schütze stehen an der Nord- bzw. Südwende und bilden damit den Übergang zwischen auf- und absteigendem Mond.


Aktuelle Mondphase

abnehmendem Halbmond, 2. Phase

abnehmender Mond


Nächster Vollmond

12. März 2017