Berge und Meere auf dem Mond

Wie auf der Erde, so gibt es auch auf dem Mond eine Oberflächenstruktur mit Erhöhungen und Vertiefungen. Die Hochländer wurden früher als Kontinente betrachtet und werden deshalb als „Terrae“ bezeichnet. Ihr mit Kratern übersätes Gestein ist 3,8 bis 4,5 Milliarden Jahre alt und besteht vermutlich aus den Resten der ursprünglichen Mondkruste.

In den Hochländern gibt es einige Gebirge, die bis zu 10.000 m hoch sind und vermutlich dadurch entstanden, dass der Mond infolge der Abkühlung schrumpfte und sich dadurch Faltengebirge aufwölbten. Durchzogen sind die Hochländer von Tälern (Vallis), die oft nur wenige Kilometer breit, aber mehrere hundert Kilometer lang sind.

Neben den Hochländern gibt es Tiefebenen, die man früher fälschlicherweise für Meere hielt und daher „Maria“ nannte. Sie nehmen auf der Mondvorderseite rund 31 Prozent und auf der Rückseite nur knapp drei Prozent der Fläche ein. Die Maria bestehen aus 3,1 bis 3,8 Milliarden Jahre alten Basalten mit nur wenigen Kratern und entstanden wohl durch große Einschläge in der Frühphase des Mondes.

Die Maria sind weit weniger tief als die Meere auf der Erde und weisen Höhenunterschiede von höchstens 100 Metern auf. Auch ihre Ausdehnung ist deutlich geringer als jene terrestrischer Meere: Die größten von ihnen sind der Oceanus Procellarum (Ozean der Stürme) mit 2568 km, das Mare Frigoris (Meer der Kälte) mit 1596 km das Mare Imbrium (Regenmeer) mit 1123 km Durchmesser.


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Nächster Vollmond

12. März 2017