Der Mensch auf dem Mond

Obwohl sowohl USA als auch UdSSR im Zuge des Kalten Krieges Anstrengungen für eine bemannte Mondlandung unternahmen, wurde das Megaprojekt nur von den USA realisiert: Am 21. Juli 1969 setzte Neil Armstrong im Rahmen der Mission Apollo 11 als erster Mensch seinen Fuß auf den Mond, unmittelbar gefolgt von seinem Kollegen Edwin E. Aldrin.

Im Laufe der Apollo-Missionen 12, 14, 15, 16 und 17 wurde der Erdtrabant auch von Charles P. Conrad, Alan L. Bean, Alan B. Shepard, Edgar D. Mitchell, David R. Scott, James B. Irwin, John W. Young, Charles M. Duke, Eugene A. Cernan, Harrison H. Schmitt und Eugene A. Cernan betreten, der als bislang letzter Mensch den Mond verließ. Nach sechs erfolgreichen Missionen wurde das Programm wegen der hohen Kosten 1972 eingestellt.

Bei aller Euphorie über diese gewaltige technische Leistung muss man die Apollo-Missionen leider auch als erste „Umweltverschmutzer“ auf dem Mond betrachten. Allein Apollo 11 hinterließ am Landeplatz die Plattform des Landemoduls, wissenschaftliche Instrumente, Kameras, Werkzeuge, Rucksäcke, Überschuhe, leere Behälter und natürlich die amerikanische Flagge.

Hinzu kam die „Luftverschmutzung“: Da der Mond keine Atmosphäre besitzt, herrscht auf der Oberfläche ein fast vollständiges Vakuum. Jede Mondlandung vergrößerte die lunare Atmosphäre an der Landestelle um das Zehntausendfache und bescherte dem Erdtrabanten eine Gasmenge, die seiner gesamten Atmosphäre entsprach. Es dauerte Jahre, bis die Mondatmosphäre wieder den ursprünglichen Wert erreichte.

Seit der letzten Mondlandung spekulierte man immer wieder über die Errichtung einer Mondbasis. Seit dem Jahr 2006 gibt es nun konkretere Pläne, nach denen bis 2009 erste Testflüge und bis 2014 wieder eine bemannte Mission erfolgen soll. Ab 2020 sollen vier Astronauten sechs Monate auf dem Mond verbringen, ab 2024 soll die erste permanent bemannte Mondbasis Realität werden.


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4. Oktober 2017