Gibt es Leben auf dem Mond?

  • * Seit jeher gab es Spekulationen, ob der Erdtrabant bewohnt sei. Der deutsche Astronom Johannes Kepler (1571-1630) spekulierte mit der Existenz von „Levaniern“ (hebräisch levana: der Mond), die 1634 nach seinem Tod auch im Buch „Somnium“ (Schlaf) beschrieben wurden.
  • * Bei den Forschern des 18. und 19. Jahrhunderts war die Annahme einer Zivilisation auf dem Mond ebenfalls verbreitet: Der Philosoph Immanuel Kant (1724-1804) war überzeugt, dass die meisten Planeten bewohnt seien, der deutsch-britische Astronom Sir Wilhelm Herschel machte sich 1790 ernsthafte Gedanken über Mondbewohner und der Astronom Franz von Paula Gruithuisen berichtete 1822 sogar von einer Stadt auf dem Mond.
  • * In der jüngeren Vergangenheit tauchten auch Indizien für die Existenz höherer Lebensformen auf dem Mond auf. Im Jahre 1931 beobachtete N.J. Giddings Lichtblitze auf der Mondoberfläche, die mit bloßem Auge wahrnehmbar waren. 1956 wurde Robert Miles Zeuge eines weißen Lichts, das dort eine Stunde lang aufgeblitzt haben soll. 1963 beobachteten die Astronomen Greenacre und Barr ein auffälliges Leuchten im Krater Aristarch. 1972 fotografierte Rainer Klemm aus Passau eine Lichtfontäne und 1987 hielt Helmut Starzynski ein solches Phänomen mit der Kamera fest.
  • Insgesamt wurden in den letzten 80 Jahren mehr als 700 solcher Leuchtereignisse katalogisiert, denen die Astronomen den Namen „Transient Lunar Phenomena“ (TLP) gaben. Die Erklärungen dafür reichen von Beobachtungsfehlern über Gasausbrüche und Meteoriteneinschläge bis hin zu Aktivitäten einer fremden Intelligenz.
  • Doch nicht nur Lichtblitze gaben Anlass zu wilden Spekulationen: Die Autoren Fred und Glenn Steckling stellen in ihrem Buch „Wir entdeckten außerirdische Basen auf dem Mond“ anhand von NASA-Fotos die Hypothese auf, Außerirdische hätten den Mond mit Basen nur so übersät und betrieben dort auch heute noch Bergbau.
  • Außerdem wurden mögliche „Obelisken“ auf dem Mond anhand von NASA-Fotos unter die Lupe genommen: Auf einem Lunar Orbiter Foto der Sechzigerjahre entdeckte der Astronom Hoagland im Sinus Medii ein 2000 Meter hohes Objekt ungewissen Ursprungs und in einem anderen Krater ein monolithisches Objekt, dessen Entstehung ebenfalls unklar ist. Nichtsdestotrotz liefern aber weder Lichtblitze noch seltsame Objekte einen schlüssigen Beweis für eine außerirdische Aktivität auf unserem Mond…

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2. Dezember 2017