Wo wären wir ohne Mond?

Der Mond ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch lebensnotwendig. Ohne seine stabilisierende Masse würde die Rotationsachse der Erde unter dem Einfluss der andern Planeten derart chaotisch schwanken, dass Leben in der heutigen Form wohl nicht entstanden wäre – bereits die jetzt existierenden minimalen Schwankungen der Achsenrichtung um ein bis zwei Grad können mächtige Eiszeiten auslösen!

Der Mond verursacht bekanntlich auch die Gezeiten. Als die Weltmeere entstanden und auf die Schwerkraft des Mondes mit Ebbe und Flut reagierten, bremsten die riesigen bewegten Wassermassen die Rotationsgeschwindigkeit der Erde allmählich ab. So wurden die Tage immer länger - heute sind es 24 Stunden. Ohne die Masse des Mondes wäre ein Tag gerade einmal acht Stunden lang!

Auch heute verlangsamen die Gezeitenkräfte noch die Rotationsgeschwindigkeit der Erde in einer Million Jahre um 16 Sekunden: In fünf Milliarden Jahren wird der Tag daher 48 Stunden haben! Umgekehrt verlangsamen die Gezeiten auch die Umlaufgeschwindigkeit des Mondes und vergrößern seinen Abstand zur Erde pro Jahr um knapp vier Zentimeter! Im Laufe der Zeit wird der Mond also von der Erde aus immer kleiner erscheinen.


Aktuelle Mondphase

zunehmender Halbmond, 1. Phase

zunehmender Mond


Nächster Vollmond

8. Juni 2017